Tag 2

Sonntag 26.5.2013

Ausschlafen wird ja generell überbewertet und somit haben sich ab 5 Uhr Bärbel, Gabi und Bea auf dem Balkon zum ersten und zweiten Kaffee getroffen. Anke durfte bis 7:30 Uhr ausschlafen. Der Himmel war schon strahlend blau und es war am frühen Morgen schon 20°C; verglichen mit den Wetterverhältnissen in Deutschland ein Traum.

Frühstück gab es auf der Terrasse, ein leckeres Frühstücksbuffet, mit allem oder vielem, was das Herz begehrt. Aber vorher hat Bärbel schon ihren ersten Streuner am Strand entdeckt.

Um 10:30 Uhr war pünktlich der Leihwagen da und nach einer Einweisung sind wir zum Tierheim aufgebrochen. Gabi durfte Navi spielen, musste aber öfter mal resetet werden…..

Dort haben wir Sneja (von uns intern in Svenja-Swetlana-Smirnoff getauft) kennengelernt, die einzige weibliche Angestellte von Margo. Svenja redet von morgens bis abends ununterbrochen mit sich und den Hunden und auch mit uns – ausschließlich bulgarisch – versteht sich! Wir haben uns aber dennoch gut verstanden.

 

Margo hat uns alle Hunde vorgestellt, im Freilauf und in den Zwingern. Sie kennt alle Hunde beim Namen und weiß von jedem die Geschichte, und wie er sozialisiert ist, einfach irre!!  

Zum Beispiel:

 

BRUCE LEE, der immer noch so viel Fell auf seinen Rippen trägt, dass er unförmig wirkt:

Oder die von uns „MAGGY“ getaufte Hündin, (sie war voller Zecken und anderem Ungeziefer an Margo am Samstag „mal eben“ übergeben worden):

Die scheue Berta


Der scheue „Schöne“, der aber nach und nach immer mehr „auftaute“ 


Wir wollten uns nützlich machen und haben fleißig Kacke geschaufelt (man verliert sehr schnell den Anspruch auf Hygiene und Berührungsängste). 

Zwischendurch sind wir kurz zum Essen ins Dorf gefahren. Es gab Pommes und Cevapcici, eine kalte Cola und Ideen, Ziele und Wünsche wurden besprochen.

 

Wir haben Karel kennengelernt. Er ist Niederländer und arbeitet seit einigen Wochen unentgeltlich für Margo. Mit seiner Hündin Foxy reist er seit 5 Jahren durch die Tierheime in der ganzen Welt und hilft schweigsam mal einen Tag, mal mehrere Wochen, und zieht dann weiter.

Ein sehr interessanter Mensch, der die Tiere liebt und versteht; der es schafft, in ihre Seelen zu blicken.

 

Zurück im Tierheim ging es an das Zeckeneinsammeln, um sie in Alkohol zu ertränken – ein schwieriges Unterfangen, bei Hunden, die ihr Nase überall hineinstecken.

Karel und Bea haben den kleinen, tapferen Pobresito mit medizinischem Shampoo intensiv gebadet.


Das Hundebaby (genannt Buffy), das Mirela adoptiert hat, ist von seinen Adoptivgeschwistern etwas unsanft behandelt worden und hatte eine entzündete Stelle auf der Nase. Margo ist zum Glück medizinisch etwas ausgerüstet und hatte alles zum Desinfizieren und Behandeln da.

Nach einem kurzen Abstecher im Hotel sind wir am späten Nachmittag noch in den Ort Pomorie gefahren, der war für uns – als Touristen -  eher unspektakulär.

Aber diese trifft man überall:

Die namenlosen – herrenlosen – ungeliebten Hunde und Katzen, die täglich um ihr Leben bangen müssen:



Wir sind an diesem Abend nach einem kurzem Einkauf bei Penny (den Laden darf man übrigens nicht mit Schusswaffen überfallen….), zurück ins Hotel und haben auf dem Balkon bei Käse, Salami, Schinken, Oliven, Kirschen und einem Fläschchen die ersten Pläne geschmiedet, wie man Margo und den Tieren helfen kann!